Jetzt sind wir dran

Während viele im Homeoffice arbeiteten und 100 % Lohn erhielten, mussten die Angestellten in den essentiellen Branchen, auf dem Bau, im Gewerbe und in der Industrie unter schwierigen Bedingungen weiterarbeiten. Andere Arbeitnehmende, etwa im Gastgewerbe, mussten beträchtliche Lohneinbussen hinnehmen. Viele waren auf Kurzarbeit mit einem tieferen Lohn oder haben sogar ihre Arbeit verloren.

Die Covid-19-Krise zeigt, wie stark die Gesellschaft von Hunderttausenden in schlecht bezahlten Dienstleistungsberufen – in der Pflege, im Verkauf, in der Logistik oder in der Reinigung – abhängt. Jetzt gilt es die richtigen Schlüsse zu ziehen: Die Unia fordert, dass die «essentiellen» Berufe, in denen vor allem Frauen arbeiten, endlich besser gestellt werden.

Im Online-Handel, in der Pharmaindustrie und in der Logistik haben die Unternehmen sogar von der Krise profitiert. Auch die Baubranche läuft auf Hochtouren, die Auftragsbücher sind voll. Insgesamt schütteten Schweizer Unternehmen im letzten Jahr 42 Milliarden Franken an ihre Aktionäre aus. Das Geld für Lohnerhöhungen und faire Arbeitsbedingungen ist also da.

Jetzt sind wir dran! Wir, die Arbeitnehmenden, die unsere Wirtschaft am Laufen halten und die Bevölkerung mit wichtigen Dienstleistungen versorgen, fordern:

  • Eine echte Anerkennung für die von den Arbeitnehmer*innen geleisteten Anstrengungen während der Pandemie mit mehr Lohn (mindestens 4000 Franken × 13) und Lohnerhöhungen für alle.
  • Mehr Respekt für die Frauen, die im Verkauf und in der Pflege tätig sind mit der Einführung von allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsverträgen.
  • Sichere Arbeitsplätze sowie saubere und gut organisierte Baustellen auf dem Bau und im Gewerbe. Es braucht mehr Zeit, der immer grössere Termindruck muss endlich aufhören!
  • Eine Stressreduktion mit einer verlässlichen Dienstplanung, keine Arbeit auf Abruf, Arbeitszeitreduktion statt Personalabbau; keine Deregulierung der Öffnungszeiten im Verkauf oder für andere Dienstleistungen.
  • Keine Erhöhung des Rentenalters für Frauen! Das Parlament will das AHV-Rentenalter der Frauen auf 65 Jahren anheben, obwohl die Lohndiskriminierung noch weiter zugenommen hat. Das ist ein Affront gegenüber den Frauen, die während der Krise an vorderster Front gearbeitet haben.

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